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Bulgarien

Bulgarien - kurze Geschichte

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Ursprünge 
Im Jahre 681 wird das erste slawisch- bulgarische Reich gegründet. Erste Hauptstadt ist Pliska. Die Slawen sind es auch, die 863 das slawische Alphabet erfinden, welches hauptsächlich durch die Gebrüder Kyril und Method begründet wird. Im Jahre 865 lässt sich Boris I. taufen und führt das Christentum als Staatsreligion ein. 

Nach zeitweiligem Schwanken zwischen Rom und Konstantinopel fällt die bulgarische Kirche 870 unter das griechisch- orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel. 1018 verleibt sich das Byzantinische Reich Bulgarien ein. Folglich wird die bulgarische Kirche wieder Konstantinopel unterstellt. Doch die byzantinische Fremdherrschaft kann nicht abgeschüttelt werden. Zahlreiche Einfälle der Petschenegen, Usen und Kumanen verwüsten das Land. 

Zwischen 1185 und 1396 entsteht das Zweite Zarenreich, dessen Hauptstadt Veliko Tarnovo wird. Während der darauf folgenden Osmanischen Herrschaft, die bis ins Jahr 1878 andauert, unterstehen die Christen dem Patriarchen von Konstantinopel 

Bulgarien wird unabhängig 
Ab 1762 beginnt die „Nationale Wiedergeburt“. Bestrebungen nach kultureller und kirchlicher Selbstständigkeit werden laut. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts formiert sich eine nationalrevolutionäre Bewegung. Zwischen 1876 und 1878 wird erst der Aprilaufstand der nationalen Bewegung niedergeschlagen (1876). Darauf folgt der Russisch- Türkische Krieg (1877-1878). Danach wird Bulgarien 1878 dem Osmanischen Reich ausgeliefert. 

In Tarnovo wird 1879 eine der liberalsten Verfassungen Europas verabschiedet. Die Verfassung gebende Versammlung wählt den Prinzen Alexander von Battenberg zum ersten Fürsten von Bulgarien. Ferdinand von Sachsen-Coburg löst diesen 1887 ab. Er ist es auch, der Bulgarien 1908 in die Unabhängigkeit führt und somit erster Zar Bulgariens wird. Zwischen 1912 und 1913 verbünden sich Bulgaren mit Serben und Griechen und führen gemeinsam den so genannten Balkankrieg gegen die Türkei. 

Erste freie Wahlen 
Auch Bulgarien kann dem Ersten Weltkrieg nicht entfliehen und tritt 1915 auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg ein. Im Oktober 1918 tritt Zar Ferdinand zugunsten seines Sohns Boris ab. Auch im Zweiten Weltkrieg ist Bulgarien vertreten, diesmal auf deutscher Seite. Drei Jahre später besetzen sowjetische Truppen im September 1944 das Land, es folgt der Staatsstreich der Kommunistischen Partei. 

1989
endet die Einparteiherrschaft, neue politische Parteien entstehen. Nur ein Jahr später finden die ersten freien Wahlen statt, bei denen Schelju Schelev als Staatspräsident hervorgeht. Im Jahre 2000 werden zwischen der EU und Bulgarien erste Beitrittsvereinbarungen aufgenommen. Nach den Parlamentswahlen im Juni 2000 wird der Exzar Simeon Coburg Gotha als Premierminister gewählt. Georgi Parvanov, ehemaliger Vorsitzender der sozialistischen Partei, wird Präsident. 

2004 tritt Bulgarien der NATO bei. Ein Jahr später geht Sergei Stanischev (Führer der Bulgarischen Sozialisten Partei) bei der sechsten Parlamentswahl seit der Errichtung eines Mehrparteiensystems als Premierminister hervor. Seit dem 01.01.2007 ist Bulgarien vollwertiges Mitglied der Europäischen Union.


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