Banner überspringen
Inhalt überspringen
Kalender





»Detailsuche

Dominikanische Republik

Kurze Geschichte

taro essen dominikanisch

Ursprünge 
Die Zeit vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus fristet in allen Geschichtsbüchern der Neuen Welt ein Schattendasein. Bekannt ist lediglich, dass der friedfertige Stamm der Taino-Indianer das Eiland über 1.500 Jahre lang bewohnt haben soll. Am 12. Dezember 1492 landete schließlich der legendäre Seefahrer auf seinem vermeintlichen Weg nach Indien an einer Insel an, die von ihren Bewohnern „Quisqueya“ (Mutter aller Länder) oder auch „Haiti“ (bergiges Land) genannt wurde. Kolumbus notierte in seinem Tagebuch:„Entdecken der Insel von Espaniola. Das schönste Land, das Menschen jemals gesehen haben.“ Umgehend gründete er an der Nordküste mit La Navidad die erste Siedlung. 

Im Jahre 1502 übernahm Nicolas de Ovando die Verwaltung der spanischen Eroberung, Kolumbus war mittlerweile beim König in Ungnade gefallen und wurde gefangen gehalten. De Ovando erarbeitete den Grundriss von Santo Domingo und verlegte die Siedlung an das Westufer des Flusses Ozama. Unter seiner Gouverneurschaft wurde die über viele Jahrzehnte gängige Form der indianischen Zwangsarbeit eingeführt. 

Machtkämpfe 
Unter Diego Colón, dem Sohn des Entdeckers, erreichte Santo Domingo seine Blütezeit und entwickelte sich zum Zentrum von ganz Spanisch- Amerika (Anfang des 16. Jh.). In der Folgezeit schritt die Provinz ihrem Niedergang entgegen. Die letzten Indianer fielen Seuchen zum Opfer, auch Sklaven wurden kaum noch importiert. Die weißen Herrscher lockte die Aussicht auf Goldvorkommen in andere Teile Amerikas. Schließlich war die Insel in dieser Hinsicht längst ausgebeutet. 1697 trat Spanien seinen westlichen Teil der Insel an Frankreich ab, das mit dem Anbau von Zuckerrohr neuen Wohlstand brachte. 

Rund hundert Jahre später, nämlich 1791, erhoben sich die Sklaven und erkämpften nach 1804 die Gründung der Republik Haiti. 1822 besetzte der haitianische Präsident Jean Pierre Boyer den östlichen Teil des Eilandes. Frankreich ließ sich 1825 die Un– abhängigkeit des neuen Staates mit einer ungeheuren Entschädi– gungssumme vergüten. 

Gründung der Republik 
Die Wirtschaft wurde dadurch dauerhaft geschädigt,was Widerstandsbewegungen im Osten der Insel auslöste. 1844 riefen einige Rebellen nach einem geglückten Kommandounternehmen die Dominikanische Republik aus. Das 19. Jahrhundert wurde bestimmt von blutigen Machtkämpfen und Elendswirren. Schließlich besetzten 1916 die USA den Karibik-Staat. 

Erst 1930 gelangte im Schatten einer Revolte der General Trujillo an die Macht. Bis zu seiner Ermordung 1961 führte er das Land mit unerbittlicher Hand. Auch die bis heute fortdauernde 3. Republik machte anfangs durch politische Unruhen von sich reden. Unter der Präsidentschaft von Balaguer kehrte schließlich Ruhe ein. Der derzeitige Regierungschef heißt Dr. Leonel Fernandez Reyna.  


Zielgebiete Dominikanische Republik
Context überspringen