Griechenland
Kurze Geschichte

Ursprünge
Die Geschichte Griechenlands ist gleichzeitig die Geschichte der ersten Hochkulturen auf europäischem Boden und der ersten Demokratie überhaupt. Schon zwischen 3200 und 2000 v. Chr. gibt es die erste kykladische Kultur auf den Ägäischen Inseln, welche von der Minoischen Kultur auf Kreta bis 1450 v. Chr. abgelöst wird. In den nächsten 300 Jahren siedelt sich die Mykenische Kultur an. Die Machtzentren der archäischen Griechen liegen auf dem Peleponnes. Zwischen 1150 und 750 v. Chr. dringen in ganz Griechenland die Stämme der Ionier, Aeoler und Dorer ein.
Viele verschiedene Herrscher
In den Jahren 750 bis 490 v. Chr. entwickeln sich mit Delphi und Olympia die ersten Stadtstaaten. Im Zuge dessen gibt es auch den ersten wirtschaftlichen Aufschwung, Kolonien im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer werden gegründet. Sparta, Korinth und Athen werden zu Machtzentren Griechenlands.
Von 492 bis 479 v. Chr. dauern die Perserkriege an. Die Griechen bleiben siegreich, Athen wird zur stärksten Macht in der Ägäis. Nur wenige Jahre später wird das Land vom Peleponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta gebeutelt, in dem Athen verliert und alle griechischen Stadtstaaten entscheidend geschwächt werden. In den Jahren zwischen 338 bis 146 v. Chr. beherrscht der Hellenismus das Land. Philipp II. unterwirft ganz Griechenland, sein Sohn Alexander der Große begründet ein Weltreich, das später in mehrere Teile zerfällt.
Unmittelbar danach beginnt die Römische Zeit, die bis 395 n. Chr. anhält. Ihr folgt bis 1204 die Oströmisch-byzantinische Zeit. Die Reichshauptstadt wird Konstantinopel. Bis ins Jahr 1453 regieren dann die Franken. Griechenland zerfällt in mehrere kleine Reiche fränkischer Kreuzritter sowie byzantinischer, serbischer und albanischer Fürsten. Auch Venedig und Genua sichern sich Stützpunkte. Im Jahr 1453 erobern die Türken dann Konstantinopel. Im Verlauf des 15. und 16. Jh. gelangt fast ganz Griechenland unter ihre Herrschaft.
Vom Freiheitskampf bis heute
Von 1821 bis 1829 dauert der Griechische Freiheitskampf, welchem die Gründung des neugriechischen Staates folgt, der aber nur Südgriechenland umfasst. Nach mehreren Kriegen zwischen 1881 und 1920 ist das griechische Festland endlich befreit. Nachdem die Italiener Griechenland während des 2.Weltkrieges angreifen, wird das Land von deutschen Truppen besetzt. Dem 2. Weltkrieg folgt bis ins Jahr 1949 der Bürgerkrieg. Rhodos und die Dodekanes werden als letztes Territorium an Griechenland zurückgegeben.
Zwischen 1967 und 1974 gibt es einen Militärputsch mit anschließender Militärdiktatur. Die Regierung wird abgesetzt und G. Papadopoulus wird unter König Konstantin Oberhaupt der Militärregierung. 1974 versucht König Konstantin, die Hunta mit Hilfe des Militärs abzusetzen, flieht jedoch nach dem Scheitern des Staatsstreiches nach Italien. Nach der Studentenrevolte im Athener Politechnion und im Zusammenhang mit der Mobilmachung aufgrund der Besetzung Zyperns durch türkische Truppen, wird die Hunta abgesetzt und die Republik ausgerufen. Fünf Jahre später wird Andreas Papandreou mit seiner Panhellenischen Sozialistischen Partei (PASOK) griechischer Ministerpräsident.
Bei den Bundestagswahlen 1990 geht die Neue Demokratie als Sieger hervor. Ministerpräsident wird Konstantinos Mitsokakis. Ihm folgt zwei Jahre später nochmals Andreas Papandreou von der Partei PASOK.Wiederum vier Jahre später, im Jahre 1996, wird Kostas Simitis neuer Ministerpräsident, der 2000 wiedergewählt wird. Seit 2004 ist Kostas Karamanlis nun amtierender Ministerpräsident Griechenlands.
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