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Länderinfos - Land und Leute

Geschichte/Politik

Inder besiedelten die Malediven vor dem 12. Jahrhundert; auf mehreren Inseln sieht man buddhistische Tempelruinen. 1153 kamen Araber und gründeten das Sultanat; der Islam wurde Staatsreligion.

1558 wurden die Malediven eine portugiesische Kolonie, 15 Jahre später wurden die Portugiesen von den Maledivern wieder vertrieben; überliefert ist der 3. November 1573 als Befreiungstag, der noch heute ein gesetzlicher Feiertag ist. 1886 unterstellten sich die Malediven der englischen Protektion, denn sie wurden so häufig von Seeräubern überfallen, dass sie stärkeren Schutz brauchten (erst 1976 verließen die Briten endgültig die Inseln).

1932 stellten die Malediver ihre erste Verfassung zusammen. 1953 wurden die Malediven zur Republik. 1965 wurden sie von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen und Vollmitglied der UNO. 1968 wurde auf den Malediven die zweite Republik ausgerufen; jetzt wurden auch die Weichen für eine touristische Infrastruktur gestellt.

Inzwischen gehören sie zur Gruppe der blockfreien Staaten und sind eine demokratische Republik mit Male als Hauptstadt.

Im Jahr 2004 waren auch die Malediven von der verheerenden Tsunami-Welle betroffen, die circa 80 Menschen das Leben kostete und zahlreiche Hotels und Häuser zerstörte.

Wirtschaft

Der Korallen-Boden der Inseln ist wenig fruchtbar. Die Bewohner pflanzen Hirse, Mais, Maniok, Süßkartoffeln und Zuckerrohr, doch Reis muss importiert werden. Die wichtigste Pflanze für den Export ist die Kokospalme, aus der man Kopra, Kokosfasern und Kokosnussöl gewinnt. Haupterwerbszweig ist die Fischerei, vor allem Thunfisch und Bonito werden gefangen. Die Fische werden dann meist getrocknet ("Maledive Fish") und nach Sri Lanka exportiert. Einiges Geld kommt durch die handwerkliche Herstellung von Garnen, Tuchen, Kokosmatten und Lackarbeiten herein, und auch durch den Bau von Booten, bei dem die Malediver sehr geschickt sind.

Inzwischen hat sich der Tourismus zum führenden Wirtschaftszweig des Landes entwickelt; Nachfrage besteht das ganze Jahr über, wobei sie in den europäischen Wintermonaten oft höher ist als das Bettenangebot. Dies hängt mit den generell sehr umweltschonenden Konzepten der Regierung zusammen, lediglich unbewohnte Inseln zu Ferieninseln oder Touristengebieten auszubauen. Die Zahl der Bungalows, die laut Bauvorschrift nur einstöckig sein dürfen, bleibt begrenzt und damit auch die Zahl der Touristen.

Religion

Die Einwohner der Malediven sind Moslems (Sunniten).

Vegetation

Die zahlreichen Palmen vermitteln einen exotischen Eindruck. Auf den Inseln wachsen vor allem Kokospalmen, aber auch Schraubenpalmen und Arekapalmen kann man finden. Die Letzteren tragen die Betelnüsse, die von den Maledivern nahezu ununterbrochen gekaut werden. Dazu werden die Nüsse geschnitten und in die Blätter des Betelstrauches eingerollt. Praktischerweise wachsen solche Betelsträucher sehr oft direkt am Stamm der Arekapalmen.

Ferner gibt es den Banyanbaum, auf den bewohnten Inseln auch Rotfruchtbäume, Papayas und Bananen. Auf der Hauptinsel Male wachsen Mangobäume, die zusammen mit bunten Hibiskus-Blüten, dem zartgelb blühendem Pagodenstrauch und den üppig blühenden Bougainvilleas den Pflanzenschmuck bilden. An den Inselküsten stehen oft die tiefgrünen Scaevolabüsche, an anderen Küstenstreifen wächst die Mangrove. Hier und da findet man auch Bambus. Manche Hotelgärten sind tropisch angelegt, und einige Inseln im Süden haben regelrecht Dschungelcharakter.


Zielgebiete Malediven
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Malediven
Bandos Island Resort
15 Tage / HPab 1954 €

Malediven
Kandooma Island Resort
15 Tage / UFab 2273 €