Gran Canaria
Geschichte
Bislang nicht völlig geklärt sind die Ursprünge der Bewohner Gran Canarias, doch vieles spricht dafür, dass es sich bei den „Altkanariern“ um Mitglieder nordafrikanischer Berberstämme handelte, die das Eiland einige Jahrhunderte vor Christus besiedelten.
Unter maurischer Herrschaft
Den eingangs schon erwähnten afrikanischen Berberstämmen folgten, glaubt man den Ausführungen des römischen Historikers Plinius, im 1. Jahrhundert nach Christus die Expeditionen der Mauren auf die Kanarischen Inseln. Die Altkanarier sollen dennoch - unberührt von den Einflüssen der um sie herum gedeihenden Zivilisationen - bis ins 14. Jahrhundert hinein in steinzeitähnlichen Zuständen gelebt haben, wovon rätselhafte Relikte und Funde noch heute zeugen. Im Laufe des 14. Jahrhundert erschlossen die Spanier und Portugiesen die Weltmeere und nutzten die sich ihnen bietenden neuen Handelsrouten. Gerade für den florierenden Sklavenhandel waren die vor der Küste Afrikas gelegenen Kanarischen Inseln von großer strategischer Bedeutung. So verwundert es nicht, dass spanische Konquistadoren nichts unversucht ließen, um die sich tapfer wehrenden „Altkanarier“ in zahlreichen Expeditionen endgültig niederzuwerfen und die alleinige Vorherrschaft auf dem Archipel zu gewinnen.
Spanische Invasion
Nach langen, blutigen Kämpfen gelang es den spanischen Invasoren erst im Jahre 1496, vier Jahre nachdem Christopher Kolumbus die Kanaren in Richtung Amerika verlassen hatte, die Ureinwohner völlig zu unterwerfen. In den folgenden Jahrhunderten fühlten sich Abgesandte der heiligen, römischen Inquisition auf den sonnigen Inseln anscheinend ebenso wohl wie die häufig einfallenden Piraten. Gerade letztere richteten wiederholt großen Schaden an, so dass der spanische König sich veranlasst sah, einen Generalkapitän mit militärischen, richterlichen und politischen Aufgaben zum Schutze des Archipels zu berufen. Die günstige Lage der Inselgruppe lockte auch unlautere Seefahrer in die kanarischen Häfen, Schmuggel etablierte sich. Doch die rechtschaffenen Kaufleute behaupteten sich, denn 1852 wird Las Palmas Freihandelshafen. Gerade Bananen avancieren in der Folgezeit zum kanarischen Verkaufsschlager.
Der Weg zur Autonomie
1936 startete dann General Franco von Gran Canaria aus in den spanischen Bürgerkrieg, der bis 1939 andauerte. Nach dem Tode des Diktators 1975 erhält Spanien eine demokratische Verfassung, und auch den Provinzen der Kanarischen Inseln werden mehr Freiheiten zugedacht. 1982 spricht man ihnen die Autonomie zu und vier Jahre später wird Spanien und somit die Kanaren Mitglied der EU. 2002 wird das touristische Rekordjahr der Kanaren: das erste Mal bereisen mehr als zehn Millionen Touristen die Inselgruppe.
- Urlaubsorte Fuerteventura















Zurück
Seite drucken
Seite merken
weiterempfehlen
Zum Seitenanfang